Rauchmelderpflicht
„Viele Opfer könnten noch leben“
Für die meisten Menschen gehört die Weihnachtszeit zu den schönsten Wochen des Jahres. Das aber kann sich schlagartig ändern, wenn der ausgedörrte Christbaum wegen der alten Lichterkette Feuer fängt und die Wohnung in Brand setzt.
Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 450 Personen ums Leben, weil sie Opfer eines Brandes werden. Viele von ihnen könnten noch leben, hätten sie einen Rauchmelder installiert, ist Ostallgäus Kreisbrandrat Markus Barnsteiner überzeugt.
Warum der bayerische Landtag es vor kurzem abgelehnt hat, den Einbau solcher „kleinen Lebensretter“ verpflichtend vorzuschreiben, versteht er überhaupt nicht. In neun anderen Bundesländern gibt es entsprechende Regelungen. „Dies fordert auch unser Landesfeuerwehrverband seit Jahren.“
Der bayerische Landtag hatte den Antrag der SPD mit der Begründung abgelehnt, der Einbau müsse – wenn er Pflicht sei – kontrolliert werden. Der Feuerwehrchef des Landkreises schüttelt den Kopf: Auch beim Hausbau werde die Kontrolle auf ein Minimum gesenkt und auf die Eigenverantwortung der Besitzer gesetzt.
„Man erstickt im Schlaf“
Barnsteiner jedenfalls hat selbst in jedem Raum seines Hauses ein solches Gerät an der Decke angebracht – außer in der Waschküche und im Heizungskeller, der mit einer feuerhemmenden Tür versehen ist. Gleich davor blinkt jedoch ein solches Gerät und zeigt damit seine Funktionstüchtigkeit an. Im Ernstfall erzeugt es einen derart schrillen Ton, dass es unter normalen Umständen keinen Hausbewohner mehr im Schlaf hält.
Das sei auch gut so, sagt Barnsteiner. Denn nachts sei der Geruchssinn des Menschen auf nahezu Null gefahren. Er nehme Brandgeruch also so gut wie gar nicht wahr. Vielfach mit traurigen Folgen: „Man erstickt im Schlaf, ohne dass man etwas merkt. In drei Minuten ist alles vorbei. Das ist das Erschreckende daran.“ Der Mindestschutz seien Rauchmelder in den Fluren, Schlaf- und Kinderzimmern.
Rauchmelder der neuen Generation hielten so lange wie die darin eingebaute Batterie: etwa zehn Jahre. Bei älteren Modellen müsse die Batterie häufiger getauscht werden. Weil diese bei nachlassender Stromquelle auch piepen, sei vielen das zu nervig. Sie verzichteten darauf, den Rauchmelder zu installieren, weiß Barnsteiner. Denn prinzipiell wisse die Bevölkerung um die Vorzüge der Melder, aber: „Nach einer Statistik liegen sieben von zehn Geräten ungenutzt in der Schublade.“
So sei es auch einem Ehepaar ergangen, bei dem es gebrannt hatte. An der Decke war noch der Sockel für den Rauchmelder zu sehen. „Bei ihnen hätte ein Feuer dieses Ausmaßes verhindert werden können.
“ Barnsteiner besuchte die Familie nach dem Feuer noch einmal – und brachte die Rauchmelder bei ihnen höchstpersönlich an.
Reaktion auf Qualm und Hitze
Selbst für Küchen gebe es Rauchmelder. Sie reagieren auf Qualm in Kombination mit plötzlicher Temperaturerhöhung. Beim Kauf sollte auf das CE- und VdS-Zeichen geachtet und auf ein Billigprodukt aus Fernost verzichtet werden.
Denn nicht nur zur Weihnachtszeit gebe es Gefahren: durch billige Lampen, überhitzte Kaffeemaschinen, defekte Stromleitungen und noch vielem mehr. Wichtig sei, sagt Barnsteiner, dass der Rauchmelder die Menschen weckt und sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, „den Rest macht dann die Feuerwehr“.
Weitere Infos im Internet unter: www.rauchmelder-lebensretter.de
Quelle: All-in.de / Foto: Andreas Filke
Feuerwehr - Führerschein 7,5t in Großkitzighofen
In der Freiwilligen Feuerwehr Großkitzighofen legten 3 Kameraden den „Großen“ Fw. Führerschein mit Erfolg ab. Die Maßnahme war erforderlich geworden nachdem sie im Oktober ihr neues TSF-W mit einem zul. Ges. Gew. von 6,3 t erhalten haben und nicht mehr genügend Einsatzfahrer zur Verfügung standen. Die Fahrerlaubnisklasse B erlaubt nur ein Fahren von Fahrzeugen bis 3,5 t zul. Ges. Gew. Die Ausbildung zum Fw. Führerschein leitete stv. Kdt. Manfred Wimmer. In der 45 Minuten dauernden Prüfungsfahrt, mußten die Bewerber ihre Fähigkeit, das Einsatzfahrzeug sicher zu Fahren unter Beweis stellen. Prüfer Andreas Puffer aus Lengenwang konnte den drei Kammeraden Helmut Mayer, Martin Kastl und 1.Kdt. Philip Ortner zum bestandenen Fw. Führerschein „Groß“ gratulieren.




